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Kochen über dem Feuer #2

Aus dem Nordisk GO Magazin 2017

Ein gastronomisches Experiment in der Wildnis

Von Jurgen Bender

 

Viele, die gastronomische Trends verfolgen, haben wahrscheinlich schon vom „Outdoorkochen“ gehört – vielleicht sogar schon ausprobiert. Irgendwie ist es ein ungewöhnlicher Ausdruck für das Kochen von Mahlzeiten in der freien Natur und darum bietet es auch einen sehr großen Interpretationsspielraum.

 

Ein tag in den Wäldern

 

Das nächste Gericht ist perfekt, wenn man in den Wald geht: Feuer-gegrilltes Hähnchen mit Mais und Graupen und Pfifferlingen. Pfifferlinge sind gut geeignet für Anfänger, da sie recht einfach zu erkennen sind. Ich habe noch Giersch hinzugefügt, den man aus dem Garten kennen könnte. Er schmeckt leicht nach Petersilie und ist eine gute Alternative, wenn man auf Petersilie allergisch reagiert. Das Hähnchen nimmt man von zu Hause mit. Wenn man allerdings Jäger ist, könnte man auch gut Fasan oder Rebhuhn stattdessen verwenden.

Pfifferlinge sind Sommerpilze. Man findet sie von Juli bis Oktober im Laub der Wälder, häufig in Buchenwäldern. Sie sind weißlichgelb bis gelb und haben eine feste und kompakte Struktur. Pfifferlinge haben eine nicht übersehbare Trompetenform mit Lamellen am Stiel. Pfifferlinge können auch etwas mehr Orange sein, aber dann sind sie weicher und nicht so kompakt – und wachsen häufig in Kiefernwäldern. Aber sei vorsichtig, denn einige sagen, diese Pfifferlinge sind gifitg.

Giersch wächst häufig in Gärten und am Rande von Wäldern. Es ist leicht zu finden. Es riecht und schmeckt etwas wie Petersilie. Pro Stamm gibt es meist 6-7 essbare Blätter.

Feuer-gegrilltes Hähnchen mit Pfifferlingen und Kräutern

Zutaten (für 4 personen):

• Ein ganzes Hähnchen – gesäubert und geviertelt (Brust und Beine) – am besten in einer Marinade aus Öl und Gewürzen

• Eine gute Handvoll Pfifferlinge

• 1 Zwiebel

• 2-3 Karotten

• 1 Apfel

• ein guter Strauß Giersch (kann durch Petersilie ersetzt warden)

• 2-3 cl Wasser

• 50ml Sahne zum Andicken (optional)

• Salz und Pfeffer

• Olivenöl zum Braten

• wenn möglich eine Handvoll Brombeeren

1.

Zünde das Feuer an und lass es bis auf die glimmende Asche niederbrennen – benutze die Wartezeit zum Kochen der Graupen.

 

2.

Stelle ein Backblech über das Feuer und lege die Hähnchenteile darauf.

Wenn das Hähnchen durchgegrillt ist, nimm es von der Glut und baue das Feuer wieder auf

 

 

3.

Stelle einen Topf über das Feuer – entweder auf einem Backbleck oder auf einem Dreifuß.

Gebe etwas Öl in den Topf und erhitze es, dann schmore die Zwiebeln an bis sie weich sind.

 

 

4.

Dann füge die gewaschenen Pfifferlinge hinzu und brate diese mit an.

5.

Gebe die gewaschenen und grob gehachten Karotten, den Apfel und etwas Wasser hinzu.

Lass alles etwas kochen und gib dann die Sahne hinzu.

6.

Füge das Hähnchen hinzu und koche alles zusammen – wenn man Brombeeren hat, gib diese gewaschen ebenfalls hinein.

Schmecke mit Salz und Pfeffer ab und bestreue das Gericht mit fein gehacktem Giersch.

Mais und Graupen

• 200-300g Graupen

• 200-300g Mais, bevorzugt frisch

• 0,5l Wasser

• 0,5 TL Salz

 

1. Wasche den Malz und gebe ihn mit Wasser und Salz in einen Topf.

2. Koche es für 25-35 Minuten – achte darauf, ob mehr Wasser hinzugefügt werden muss

3. Wenn die Graupen fertig sind, kippe das überschüssige Wasser weg.

4. Mische den Mais unter, so dass er warm wird.